{"id":1639,"date":"2018-05-20T23:00:03","date_gmt":"2018-05-20T21:00:03","guid":{"rendered":"http:\/\/e0vrxfnabmov2ugs.myfritz.net\/wordpress\/?p=1639"},"modified":"2020-12-04T17:00:59","modified_gmt":"2020-12-04T16:00:59","slug":"im-regen-nach-oban","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cb8ig9v51z44hrpv.myfritz.net\/wordpress\/im-regen-nach-oban\/","title":{"rendered":"Im Regen nach Oban"},"content":{"rendered":"<p>Die Nacht im Zelt ist trotz einsetzenden Regens und einiger Windb\u00f6en gem\u00fctlich. Ungem\u00fctlich wird es durch den Regen erst beim Fr\u00fchst\u00fccken, Zeltabbauen und Beladen des Rads.<\/p>\n<p>Bei allen Widrigkeiten ist zumindest der Radweg relativ neu und fast durchg\u00e4ngig. Nur an wenigen Stellen muss ich auf der vielbefahrenen Hauptstrasse fahren.<a href=\"\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180520_0924331142168374.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1638\" src=\"\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180520_0924331142168374-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/cb8ig9v51z44hrpv.myfritz.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180520_0924331142168374-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/cb8ig9v51z44hrpv.myfritz.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180520_0924331142168374-300x225.jpg 300w, https:\/\/cb8ig9v51z44hrpv.myfritz.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180520_0924331142168374-768x576.jpg 768w, https:\/\/cb8ig9v51z44hrpv.myfritz.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/20180520_0924331142168374.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Weil Wetterbericht und Himmel erstmal keine Besserung \u00a0erwarten lassen fahre ich nur bis Oban, nehme dort ein Zimmer und trockne mich und meine Sachen.<\/p>\n<p>Oban ist ein h\u00fcbscher kleiner Ort und Ausgangspunkt vieler F\u00e4hrverbindungen zu den Hebriden. Die vielen Restaurants werden von entsprechend vielen Touristen genutzt. Deutsch ist neben Englisch eine h\u00e4ufig gesprochene Sprache.<\/p>\n<p>Ein Artikel in <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2018-05\/kuenstliche-intelligenz-moral-menschen-maschinen-werte\">ZON<\/a> und eine Erfahrung der letzten Tage best\u00e4tigt mich in der \u00dcberzeugung, dass menschliche Gehirne entgegen allen Hoffnungen utilitaristisch erscheinende sehr komplexe &#8222;Syntaktische Entscheidungsmaschinen&#8220; sind.<\/p>\n<p>Auf einer einspurigen Strasse n\u00e4here ich mich mit dem Rad einer Ausweichstelle. Eine mir entgegenkommende vorsichtig fahrende Autofahrerin sieht mich und h\u00e4lt in der Ausweichstelle an. Bevor ich die Ausweichstelle erreiche \u00fcberholt mich ein Motorradfahrer und passiert das wartende Auto. Die nette Autofahrerin f\u00e4hrt wieder an und passiert mich knapp ausserhalb der Ausweichstelle. Ihr Warten galt dem Motorradfahrer, nicht dem Radfahrer.<\/p>\n<p>Was anderes als eine unbewusste Nutzenabw\u00e4gung kann den Unterschied im Verhalten erkl\u00e4ren, wenn man nicht &#8222;b\u00f6sen Willen&#8220; bem\u00fchen m\u00f6chte?<\/p>\n<p>Wie h\u00e4tte sich ein autonom fahrendes Auto verhalten und unter welchen Bedingungen w\u00e4ren wir bereit diesem ein ethisches Verhalten zuzugestehen? Ich vermute im Moment, dass ausschliesslich Komplexit\u00e4t und \u00c4hnlichkeit der &#8222;Syntaktischen Entscheidungsmaschinen&#8220; unsere Intuition \u00fcber &#8222;ethische&#8220; oder &#8222;menschliche&#8220; Qualit\u00e4t bestimmen. Ein Thema zur weiteren Behandlung, wenn ich wieder zuhause bin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht im Zelt ist trotz einsetzenden Regens und einiger Windb\u00f6en gem\u00fctlich. Ungem\u00fctlich wird es durch den Regen erst beim Fr\u00fchst\u00fccken, Zeltabbauen und Beladen des Rads. 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